Die drei größten Gefahren, mit denen wir heutzutage konfrontiert sind, sind ohne Frage die Folgen des menschengemachten Klimawandels, ein dritter Weltkrieg – mit oder ohne Atomwaffen – sowie der Kollaps des Weltwirtschafts- und Finanzsystems. Wie berichten die Leitmedien, im qualitativen und quantitativen Sinne, bezüglich dieser Gefahren und ist die Berichterstattung inklusive des Eindrucks, der dadurch entsteht, konform mit den Zahlen, Daten und Fakten, welche uns wissenschaftliche Erkenntnisse liefern? Werden überhaupt Hintergrundinformationen vermittelt?

Der menschengemachte Klimawandel sowie das Scheitern der Industriestaaten, die Ursachen dafür einzudämmen, sind Thema in den Leitmedien. Doch werden die Mediennutzer regelmäßig darüber informiert, wie ihr individuelles, alltägliches Verhalten zum Klimawandel beiträgt, vor allen Dingen im Kontext von verfehlten Klimazielen? Wird deutlich, dass man bereits mit einem Flug von Frankfurt nach New York und zurück sein maximales, persönliches Jahreslimit an Kohlendioxid-Ausstoß um das Doppelte überschritten hat? Ein Limit von 2,5 Tonnen CO2 pro Kopf pro Jahr stellt sicher, dass bis Ende des 21. Jahrhunderts die Erde sich nicht mehr als um zwei Grad gemessen an der vorindustriellen Temperatur erwärmen wird. Werden Fernreisen mit dem Flugzeug überhaupt als eine der größten Treibhausgasursachen dargestellt? Wird deutlich, dass bereits die Herstellung eines Neufahrzeuges so viel Energie verbraucht wie ein Durchschnittshaushalt an Strom innerhalb von zehn Jahren? Ist dem Mediennutzer bewusst, dass von den knapp 1.000 Stromlieferanten in Deutschland nur ganze vier ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien verkaufen? Im Gegenteil, Fernreisen und der Kauf von Neuwagen werden sogar explizit in den Leitmedien beworben. Stromlieferanten dürfen über die Werbung hemmungslos Greenwashing in den deutschen Medien betreiben, d.h., sie bewerben den Verkauf von erneuerbarer Energie, obwohl deren Menge nur marginal im Vergleich zum übrigen Stromportfolio ist. Das hängt damit zusammen, dass das bei weitem größte Geschäft von Medienunternehmen nicht der Verkauf von Nachrichten, sondern der Verkauf von Werbeflächen ist. Durch die zahlreichen Berichte über den Energiewandel in Deutschland, neue Elektroautos und neuartige Technologien zur Vermeidung von Energieverschwendung entsteht sogar beim Mediennutzer der Eindruck, das fossile Zeitalter inklusive seiner Ressourcenkriege sei bereits vorbei. Tatsächlich ist der Ausstoß von CO2 in Deutschland in den letzten 25 Jahren um ein Viertel gesunken. Doch in der gleichen Zeit ist die weltweite Emission des Treibhausgases um ein Drittel gestiegen, genauso wie die Fördermenge fossiler Energieträger, Tendenz steigend. Tatsächlich befinden wir uns mitten im fossilen Zeitalter, was auch angesichts der Ressourcenkriege im Nahen und Mittleren Osten deutlich erkennbar ist.

Die westlichen Leitmedien berichten viel und ausführlich über Kriege. Doch berichten sie auch angemessen über die Ursachen und die Verursacher der Kriege? Hauptverursacher von Kriegen sind seit dem Zweiten Weltkrieg die USA. Während die Vereinigten Staaten seit dem Ende des Kalten Krieges in leitender Funktion in drei große völkerrechtlich illegitime bzw. zweifelhafte Angriffskriege auf Serbien, Afghanistan und den Irak mit über einer Millionen Toten verwickelt sind sowie zahlreiche kleinere Angriffe auf Libyen, Somalia, Haiti und den Sudan durchgeführt haben, ist Russland hauptsächlich in Grenzstreitigkeiten und Unabhängigkeitskriege im Zuge der Auflösung der Sowjetunion involviert. Werden die Gründe der US-amerikanischen Kriege, die Destabilisierung des eurasischen Kontinents, wie von führenden amerikanischen Geostrategen offen kommuniziert, sowie die Sicherung der Ölquellen im Mittleren Osten, angemessen in den westlichen Leitmedien dargestellt? Definitiv nicht. Als Grund für die Angriffskriege werden angebliche Genozide und Terror vorgeschoben. Letzterer wird bei näherer Betrachtung durch das militärische Engagement des Westens überhaupt erst erzeugt. Vollkommen unkritisch werden Kriegslügen vermittelt wie die Behauptung, dass geschätzte 15.000 IS-Kämpfer ein Militärbudget der NATO von einer Billionen Dollar und eine Armee von drei Millionen Soldaten rechtfertigen. Wie wird Russland im Verhältnis zur westlichen Wertegemeinschaft dargestellt? Als eine sich im Rückzug und in der Neuorganisation befindlichen ehemaligen Supermacht? Nein. Die Sicherung Russlands Grenzen und seiner Einflussgebiete werden aggressiv ausgelegt, um die tatsächlich aggressive Übernahme russischer Einflussgebiete wie z.B. die Ukraine und Syrien durch den Westen zu rechtfertigen. Die Beeinflussung Russlands von Wahlen im Westen wird maßlos übertrieben. Die Einflussnahme der USA auf den Putsch in der Ukraine wird schlichtweg verschwiegen. Durch die Verbreitung westlicher Kriegspropaganda, die keiner Überprüfung durch Zahlen, Daten und Fakten standhält, wird die Ursache für einen immer wahrscheinlicher werdenden, tatsächlich vom Westen provozierten dritten Weltkrieg den Russen in die Schuhe geschoben. „Bellum iustum“ nannten das die Römer, gerechter Krieg. Wenn ein vollkommen überlegenes Militärbündnis wie die NATO ein Land wie Russland mit einem jährlichen Militärbudget von 80 Milliarden Dollar angreift, dann muss man zwingend davon ausgehen, dass der gerechte Krieg konstruiert ist, also auf einer Kriegslüge beruht.

Wirtschaftskollapse waren in der Vergangenheit immer wieder der Auslöser für große Nöte der Bevölkerung, das Aufkommen radikalen Gedankenguts sowie für Weltkriege. Obwohl sich seitdem nichts an unserem Geld- und Wirtschaftssystem geändert hat, vermitteln die Leitmedien den Eindruck, als sei die angebliche Symbiose von Demokratie und Kapitalismus das Fundament von dauerhaftem Frieden und Freiheit. Die Regeln des freien Marktes werden nicht als Kulturgut, sondern geradezu als Naturgesetze dargestellt, die so kompliziert sind, dass nur ausgewählte Fachleute sie gerade einmal annähernd verstehen können. Das ist schlicht eine Verdrehung der Tatsachen. Gewinnen aus Zinsen muss immer ein reales Wirtschaftswachstum gegenüberstehen. Durch den Zinseszins-Effekt wird ein exponentielles Wachstum der Wirtschaft erwartet, welche in der Realität jedoch nur eine Zeitlang mitwachsen kann und dann stagniert oder sogar schrumpft. Unser Wirtschaftssystem selbst ist also eine Blase, ein Schneeballsystem, das immer gegen Ende hin zu Enteignungen und zum Kollaps führt. Nur die oberen 15 Prozent in diesem System profitieren davon. Der Rest zahlt stets drauf. Dass wir in den Industriestaaten diesen Punkt bereits überschritten haben und nur die Globalisierung den Zusammenbruch weiter hinausschiebt, wird von den westlichen Leitmedien aktiv verschwiegen.

Schaut man sich diese drei Hauptgefahren für unsere Zivilisation an, ist ein simpler Zusammenhang erkennbar: Unser Wirtschaftswachstum, dessen Überschuss aufgrund des Zinseszins-Effektes nur noch Wenige reich und den Rest der Gesellschaft arm macht, benötigt billige Energie sowie die Globalisierung, um nicht zu kollabieren. Beides führt zu internationalen Interessenskonflikten, also letztendlich zu Kriegen. Billige fossile Energie wiederum, welche auch deswegen so günstig ist, weil sie eine vorhandene, weltweit ausgebaute Infrastruktur nutzt, treibt den Klimawandel voran. Alternative Medien, welche auf die Ursachen sowie die Verursacher der Gefahren hinweisen und die Zusammenhänge und Hintergründe benennen, werden von den Leitmedien nicht als Bereicherung wahrgenommen, sondern aktiv bis zur Realitätsverdrehung diskreditiert. Dies sowie die Tatsache, dass die Hauptgefahren, welchen die Menschheit derzeit ausgesetzt sind, heruntergespielt und vertuscht werden, machen die Leitmedien extrem verdächtig, zugunsten der 15 Prozent der Gesellschaft, welche von unserem Wirtschaftssystem netto profitieren und denen die Leitmedien im Endeffekt auch gehören, die große Masse der Bevölkerung zu manipulieren.

Das Ziel dieses Blogs ist es, diese Manipulation der Leitmedien durch die Überprüfung von konkreten Berichterstattungen und Kommentaren mittels frei zugänglichen Fakten aufzudecken. Zudem weise ich auf ausgewählte Nachrichten von Alternativmedien hin, die dem Medienkonsumenten Hintergrundwissen und Fakten vermitteln, welche er in den Leitmedien verzweifelt sucht. „Good News“ sind in diesem Sinne Artikel, welche auf Fakten beruhen und die Hintergründe eines Sachverhaltes näher beleuchten. Mit „Bad News“ bezeichne ich Nachrichten, die nur wenig Wahrheitsgehalt besitzen oder bewusst nur einen Ausschnitt beleuchten, um hintergründige Fakten zu verschleiern oder gar ins Gegenteil zu verzerren.

Ich möchte mit meinen Verweisen auf Hintergrundinformationen zu aktuellen Entwicklungen in der Welt die Leser dazu ermuntern, ihre Informationsbeschaffung auf ein breiteres Fundament zu stellen als nur auf das Konsumieren von Leitmedien. Als Grund für eine kritische Haltung gegenüber den gängigen Narrativen der Leitmedien zum Weltgeschehen empfehle ich als Einstieg die Wikipedia-Seite zur Geopolitik sowie diese kurze Einführung in den Zusammenhang zwischen Zins/Zinseszins und dem Wirtschaftswachstum. Wer tiefer gehen will und die Methodik der Manipulation verstehen möchte, dem empfehle ich die Vorlesung von Prof. Rainer Mausfeld über die Angst der Machteliten vor dem Volk: https://www.youtube.com/watch?v=Rk6I9gXwack.

Karsten Montag