KenFM-Artikel: „Imperiale Wachstumsrekorde“

KenFM-Artikel: „Imperiale Wachstumsrekorde“ vom 10.05.2017. Weiter zur Originalnachricht…

Warum ist das Good News?

Für alle Menschen, die glauben, Exportüberschüsse seien ein Anzeichen für den Wohlstand eines Landes, zeigt dieser Artikel, was sie in Wirklichkeit bedeuten: schrumpfende Binnennachfrage aufgrund der durch Ausweitung des Billiglohnsektors und durch mangelnde Umverteilung ausgelösten Verarmung der eigenen Bevölkerung, Wirtschaftsimperialismus und Grundlage für ökonomisch motivierte Kriege.

Exportüberschüsse bedeuten in doppelter Hinsicht die Ausbeutung der produzierenden Klasse. Erstens muss sie im Exportland den Überschuss erwirtschaften. Zweitens werden die Länder, die ein Exportdefizit haben, in die Schuldenfalle getrieben, denn das Defizit kann dauerhaft nur mit geliehenem Geld ausgeglichen werden. Fällt die Rückzahlung der Kredite aus, muss der Steuerzahler, und damit zum Großteil die produzierende Klasse des Exportlandes, dafür geradestehen.

Beide Entwicklungen haben nur ein Ziel: die Akkumulation von Kapital in den Händen der reichen Klasse sowie die Minderung des Wohlstands des Großteils der Bevölkerung im Export- wie im Importland. Die Mittel- und Unterschicht in Deutschland wie in Griechenland sind Opfer ein und derselben Entwicklung. Dazwischen steht eine Medienlandschaft, die durch die Bedienung oberflächlicher Ressentiments und Vorurteile diesen Vorgang unsichtbar macht.

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