Süddeutsche-Artikel: „Wahl in Frankreich: Das Wahlergebnis lässt die Börsen jubeln“

Süddeutsche-Artikel: „Wahl in Frankreich: Das Wahlergebnis lässt die Börsen jubeln“ vom 24.04.2017. Weiter zur Originalnachricht…

Warum ist das Bad News?

Wenn die Börsen jubeln und sonst kaum jemand, dann ist das in der Regel ein schlechtes Zeichen für den allgemeinen Wohlstand und den sozialen Frieden eines Landes. Woran es dem weitaus größten Teil aller Nachrichten, Kommentare und Analysen über die Präsidentschaftswahl in Frankreich mangelt, ist die Tatsache, dass es von Beginn an gar nicht sonderlich um die Frage ging, ob Le Pen die Wahl gewinnen könnte, sondern welcher Kandidat in die Stichwahl mit ihr einzieht. In der Erwartung einer breiten Mehrheit in Frankreich gegen eine rechte Regierung gilt es als sicher, dass dieser Präsidentschaftsanwärter gewinnen wird.

Das Rennen gemacht hat der vom Establishment, von den Medien und von der deutschen Regierung favorisierte ehemalige Rothschild-Banker Emmanuel Macron, der für Neoliberalismus, Nato und den Sozialabbau in Frankreich steht. Welche Wahl hat Frankreich nun noch? Auf den Punkt bringen es die NachDenkSeiten mit dem Titel: Stellen Sie sich vor, Sie hätten nun die Wahl zwischen Frauke Petry und Christian Lindner. Selbst die Süddeutsche zitiert den französischen Soziologen Didier Eribon und titelt: Wer Macron wählt, wählt Le Pen.

Eines steht bereits jetzt schon fest: Wenn Macron Präsident wird, bekommt das Land eine neoliberale Politik, für die weder die Wähler Le Pens noch die der anderen Kandidaten bis vielleicht auf den konservativen Fillon gestimmt haben. In den nächsten fünf Jahren wird es daher in Frankreich eine Politik geben, welche die Mehrheit der Franzosen explizit nicht haben wollte. Proteste und Streiks sowie ein noch radikaleres Wahlverhalten bei den nächsten Wahlen sind schon jetzt vorprogrammiert.

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