taz-Kommentar: „Die taz und die Neuen Rechten: Die Lügenpresse, das sind wir“

taz-Kommentar: „Die taz und die Neuen Rechten: Die Lügenpresse, das sind wir“ vom 15.04.2017. Weiter zur Originalnachricht…

Warum ist das Bad News?

Der taz-Redakteur Klaus Raab stellt seinen Arbeitgeber als traditionelles linkes Alternativmedium dar und beweist mit seinem Kommentar, dass es genau ebendieses nicht ist. Das Hauptanliegen von Leitmedien ist es, Alternativmedien in die rechte Ecke zu platzieren, damit die Konsumenten von Leitmedien wie der taz gar nicht erst auf die Idee kommen, sich damit zu beschäftigen. Diese Botschaft findet sich auch in dem Kommentar von Klaus Raab wieder.

Wenn laut Allensbach-Studie für 42 % der Deutschen an dem Schimpfwort „Lügenpresse“ zumindest „etwas dran“ ist, dann handelt es sich nicht ausschließlich um Pegida-Anhänger oder Leser rechter Online-Magazine, wie der Kommentar dies suggeriert. Die Manipulation liegt im Weglassen. Das Online-Nachrichtenportal Telepolis veröffentlicht regelmäßig Artikel über die einseitige Berichterstattung der deutschen Leitmedien und hat mit über 200.000 Nutzern eine vergleichbare Reichweite wie die taz. Genauso wie der Internet-Videokanal KenFM mit ähnlich hoher Nutzeranzahl ist Telepolis weit davon entfernt, rechts zu sein. Insbesondere KenFM wirft den deutschen Leitmedien eine unausgewogene Berichterstattung vor.

Der Journalist Mathias Bröckers, der sowohl auf Telepolis, KenFM als auch bei der taz veröffentlicht, hat den Alternativbegriff „Lückenpresse“ ins Leben gerufen, der im Fall dieses taz-Kommentars eindeutig zutrifft. Durch bewusstes Weglassen der Nennung von nicht rechten Alternativmedien wird ein Zusammenhang hergestellt, der nicht den Tatsachen entspricht.

Sucht man im Archiv der taz nach Ken Jebsen, dem Urheber des Alternativmediums KenFM, dann muss man mit Erschrecken feststellen, dass dieser von der taz sogar aktiv als rechter Publizist dargestellt wird. Damit ist die taz gefährlich nahe an dem, was sie mit dem ironisch gemeinten Titel „Die Lügenpresse, das sind wir“ eigentlich negieren will.

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