Zeit-Artikel: „Hunderte Einwohner als IS-Schutzschilde in Mossul getötet“

Zeit-Artikel: „Hunderte Einwohner als IS-Schutzschilde in Mossul getötet: Bei der Offensive irakischer Truppen und ihrer Verbündeten auf West-Mossul wurden bisher mehr als 300 Zivilisten getötet. Laut UN sind sie Opfer von IS-Kampfmethoden.“ Vom 28.03.2017. Weiter zur Originalnachricht…

Warum ist das Bad News?

Wenn die Streitkräfte der USA und des Iraks in Mossul Zivilisten töten, dann ist das die Schuld des IS, der die Zivilisten als Schutzschilde missbraucht. So ziemlich genau das Gleiche ist vor knapp einem halben Jahr in Aleppo passiert. Der Ostteil der Stadt, wo sich Al-Qaida-Kämpfer aufhielten, war durch die Streitkräfte Russlands und Syriens eingekesselt. Die dort lebenden Zivilisten wurden von den Al-Qaida-Kämpfern als Schutzschilde missbraucht. Doch wie hat die Zeit darüber berichtet?

Eine Suche nach den Schlagworten „Aleppo Kriegsverbrechen“ gibt Aufschluss: 97 Treffer für Artikel, in denen Syrien und Russland Mord, Kriegsverbrechen, Gräueltaten und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

Ähnlich unerträglich und widerlich einseitig berichtet ARD Aktuell, die Gemeinschaftsredaktion von Tagesschau, Tagesthemen und Nachtmagazin. Man vergleiche die Tagesthemen vom 28.03.2017 mit der Berichterstattung Ende 2016 zum Kampf um Ost-Aleppo oder mit diesem Bericht zum UN-Sicherheitsrat.

Die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Berichterstattungen entlarvt nicht nur Leitmedien wie die Zeit und ARD Aktuell, sondern auch westliche Regierungspolitiker wie Angela Merkel sowie die UNO. Während sie vor einem halben Jahr in den Kanon wildester Vorwürfe gegen Putin und Assad eingestimmt haben, verhalten sie sich derzeit auffällig ruhig.

Der gleiche Vorgang, jedoch vollkommen unterschiedliche Reaktionen? Geht es den westlichen Politikern, der UNO und unseren Leitmedien wirklich um die Sache? Oder um die Unterstützung der geopolitischen Interessen der USA?

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