acTVism-Beitrag: „Die Uhr Zurückdrehen mit Noam Chomsky – Das Propagandamodell & die Volkswirtschaft der Massenmedien TEIL 1“

acTVism-Beitrag: „Die Uhr Zurückdrehen mit Noam Chomsky – Das Propagandamodell & die Volkswirtschaft der Massenmedien TEIL 1“ vom 20.03.2017. Weiter zur Originalnachricht…

Warum ist das Good News?

Der US-amerikanische Sprachwissenschaftler Noam Chomsky beschreibt in diesem Vortrag aus dem Jahre 1989 das von ihm mitentwickelte Propaganda-Modell und anhand welcher Kriterien man es auf seine Richtigkeit testen kann.

Grundzüge des Propaganda-Modells:

  • Das Propaganda-Modell, welches eine Täuschung des Volkes beschreibt, um die Politik der Eliten durchzusetzen, entspricht den Wünschen der Eliten.
  • Die Medienunternehmen folgen der Logik des freien Marktes: Medienunternehmen erzeugen Nachrichten, die von den Konsumenten aufgenommen werden. Das eigentliche Produkt sind jedoch nicht die Nachrichten, sondern die Medienkonsumenten, da das Geschäft darin besteht, Werbeflächen in den Medien an andere Unternehmen zu verkaufen. Die Weltsicht, welche die Medienunternehmen vermitteln, entspricht daher dem der Käufer und Verkäufer des Produkts, nämlich der Medienunternehmen und der Unternehmen, welche die Werbeflächen in den Medien, also den Kundenstamm des Medienunternehmens kaufen.
  • Das Propaganda-Modell sagt voraus, dass es nicht von der Propaganda ernst genommen wird, da das Modell beschreibt, dass der öffentliche Diskurs innerhalb von Prämissen stattfinden muss, welche durch den Mächtigen definiert wurden. Da das Modell diese Prämissen in Frage stellt, wird es aus der öffentlichen Debatte eliminiert werden.
  • Das Modell wird jedoch auch von einem Großteil der Bevölkerung für richtig gehalten, obwohl in Umfragen die Berichterstattung häufig als zu konformistisch zur Regierungspolitik bewertet wird.

Das Propaganda-Modell kann auf seine Richtigkeit getestet werden. Tatsächlich ist es so robust und plausibel, dass es eine der am meisten bestätigten Thesen der Sozialwissenschaften ist. Doch wie das Modell voraussagt, spielt es in der öffentlichen Debatte keine Rolle.

Beispiel für einen Test ist das Interesse an der Pressefreiheit: Wenn westliche Medien die Einschränkung der Pressefreiheit in Ländern wie Russland durch die russische Regierung kritisieren, müssten sie logischerweise auch die Einschränkung der Pressefreiheit kritisieren, welche durch die CIA in südamerikanischen Staaten mittels Einschüchterung und Ermordung von Journalisten verübt wird. Das ist jedoch nicht der Fall und bestätigt damit das Propaganda-Modell.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.