Süddeutsche-Artikel: „Russland-Besuch von Gabriel: Lawrow sieht Russland ‚von Nato-Einheiten umzingelt'“

Süddeutsche-Artikel: „Russland-Besuch von Gabriel: Lawrow sieht Russland ‚von Nato-Einheiten umzingelt'“ vom 09.03.2017. Weiter zur Originalnachricht…

Warum ist das Bad News?

Westliche Leitmedien stellen die völkerrechtlich illegitime Annexion der Krim als einen historischen Fakt dar. Hierüber kann man jedoch streiten, denn die Bevölkerung auf der Krim besteht zu 80 % aus Russen, die nach einem vom Westen unterstützten Putsch in der Ukraine in einem Volksentscheid für eine Abspaltung von der Ukraine und eine Angliederung an Russland gestimmt haben. Dass bei dem Volksentscheid keine OSZE-Beobachter vor Ort waren und die Abspaltung von russischem Militär unterstützt wurde, ist kein Hinweis darauf, dass die Krim gegen den Willen ihrer Bewohner an Russland angegliedert wurde. Im Gegenteil, sowohl die Bewohner der Krim als auch Russland pochen auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker, welches im Völkerrecht verankert ist. Mit der gleichen Begründung hat die EU die Sezession des Kosovo von Serbien anerkannt.

Dass die EU- und NATO-Osterweiterung sowie die Absetzung des demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine mit massiver Unterstützung des Westens und insbesondere der USA in den Augen Russlands zu Recht als Aggression des Westens gewertet wird, wird in den deutschen Leitmedien komplett ausgeblendet. Die Süddeutsche stellt dabei keinen Einzelfall dar, wie man an der fast gleichlautenden Meldung in der Zeit erkennen kann: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-03/russland-sergej-lawrow-sigmar-gabriel-nato-ukraine. Spiegel und FAZ berichten ähnlich, vermeiden jedoch den Begriff „Annexion“ im Zusammenhang mit der Krim.

Auf Hintergrundinformationen abseits der NATO-Propaganda wartet man bei den Leitmedien vergeblich. Deutlich besser informiert wird man abseits des Mainstreams z.B. durch einen etwas älteren Artikel in Telepolis: https://www.heise.de/tp/features/Der-russische-Spiegel-3369047.html.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.